Jan Van Landeghem

Als Komponist hat Jan über 250 Werke geschrieben, hauptsächlich für Kammermusikensembles, Sinfonieorchester und Chor. Seine Kompositionen werden weltweit aufgeführt. Jan erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen. Das Königliche Philharmonische Orchester Antwerpen, der belgische Klassiksender Klara sowie die Städte Brügge und Sint-Niklaas gehören zu den Institutionen, die Werke bei diesem talentierten Komponisten in Auftrag gaben. Inspiriert sowohl von den klassischen Meistern der Vergangenheit als auch von modernen Komponisten wie Lutosławski und Berio, ist sein zeitgenössischer Stil von tiefer Spiritualität geprägt und vermittelt eine Botschaft der Menschlichkeit.

Als Interpret trat Jan Van Landeghem in Europa, den USA und Fernost auf – sowohl als Solist als auch als Mitglied des All’armi Duo und Trio. Im Jahr 2000 gründete er gemeinsam mit seiner Ehefrau Jenny Spanoghe das Duo Landini, das erfolgreiche Konzerte im In- und Ausland gibt. Zusammen nahmen sie mehrere Aufnahmen von Jans eigenen Kompositionen sowie klassischem Repertoire auf. Gemeinsam mit den Geigenbauern De Neys und Louppe entwickelten Jan und Jenny die fünfsaitige Bratsche.

Jan ist ein gefragter Pädagoge und hielt Vorträge an den Konservatorien von Bologna, Gent, Hiroshima, Brno, Prag, Mexiko-Stadt und Montréal. 1985 wurde er als Fulbright Professor an der Atlanta State University berufen.

Er ist Ehrenprofessor am Königlichen Konservatorium Brüssel, wo er unter anderem Fredérik Neyrinck und Chong Kee Yong unterrichtete. Zudem leitete er 30 Jahre lang die Akademie für Musik, Theater und Tanz in Bornem, die den Ersten Preis als Beste Akademie Belgiens erhielt.

Im Jahr 2018 erwarb Jan den Titel Doktor der Künste an der VUB und am Königlich Flämischen Konservatorium in Brüssel. Derzeit ist er Professor an der Musica Mundi School in Waterloo.

Im September 2025 erhielt Jan den Publikumspreis bei den Saint Martin’s Church Organ Concertos (Kortrijk – Belgien) für seine Interpretation von Werken von Herman Roelstrate (Solo) und Johann Sebastian Bach (mit Thomas Slater).